Ordentliche Vertreterversammlung 2020

Sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

in diesem Jahr ist vieles anders - aufgrund der Coronavirus-Pandemie musste die ordentliche Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank vom 27. Mai 2020 auf den 11. November 2020 verschoben werden und fand dann erstmalig digital statt.

Wir freuen uns über die sehr hohe Teilnehmerzahl der Vertreterinnen und Vertreter an dieser Online-Vertreterversammlung, die der beste Beweis für entgegengebrachtes Vertrauen ist.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse.

Bericht zur Online-Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank

Die Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank fand in diesem Jahr aufgrund der COVID-19 Pandemie erstmalig in der Geschichte der Bank online statt. Diese Möglichkeit hatte der Gesetzgeber zur Bekämpfung der Pandemie beschlossen und so konnten wir uns leider nicht wie gewohnt mit unseren VertreterInnen austauschen. Die 385 gewählten VertreterInnen hatten die Möglichkeit, sich über eingestellte Videos von Aufsichtsrat und Vorstand zu informieren und waren eingeladen, ihr Stimmrecht elektronisch auszuüben und mit dem Vorstand in den digitalen Austausch zu gehen.

Insgesamt 204 VertreterInnen haben ihr Stimmrecht repräsentativ für die rund 36.700 Mitglieder ausgeübt. Damit lag die Beteiligung an der virtuellen Vertreterversammlung bei 52,99 %.

Die ordentliche Vertreterversammlung wurde eröffnet vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Michael Graf. Er begrüßte in seinem Video die Vertreterinnen und Vertreter und machte sie mit den Besonderheiten der Durchführung über das digitale Versammlungsportal vertraut.

In einem weiteren Video stellte der Vorstandsvorsitzende Paul Löneke den Bericht des Vorstandes für das vergangene Geschäftsjahr vor. Paul Löneke zog entgegen aller Widrigkeiten ein positives Fazit: “Das Geschäftsjahr 2019 war trotz Digitalisierung, Negativzinsen, Regulatorik und zunehmenden Wettbewerbs ein erfolgreiches Jahr. Die Vereinigte Volksbank hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem stabilen Ergebnis beendet.

So ist die Bilanzsumme in 2019 um + 5,3 % auf 1.212 Mio. € (2018: + 4,9 %) gewachsen. Getragen wird dieses Wachstum durch die Steigerung des gesamten Kundengeschäftes, sowohl bei den Einlagen wie im Kreditgeschäft. Die schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere die Folgen der anhaltenden Niedrigzinspolitik, haben sich im Berichtsjahr weiter verschärft. Auch vor diesem Hintergrund sind wir mit dem erzielten Geschäftsergebnis zufrieden.

Das positive Geschäftsergebnis 2019 zeigt, dass unsere Bank mit ihrem starken genossenschaftlichen Wertesystem und ihrer regionalen Verwurzelung für viele unserer Mitglieder und Kunden genau der richtige Partner in solchen herausfordernden Zeiten ist. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir in allen Bereichen ein solides Wachstum erzielt. Dabei ist und bleibt unsere hervorragende Eigenkapitalausstattung ein starker Pfeiler unserer Selbstständigkeit“.

Einen herzlichen Dank richtete Paul Löneke an die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Beirates für ihre vielen guten Impulse, ihre Loyalität und die enge Zusammenarbeit, die gerade in der Bewältigung der Corona-Krise eine wertvolle Unterstützung für uns waren und sind. 

Abschließend sprach er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön für die erfolgreich geleistete Arbeit im vergangenen Jahr aus. Insbesondere aber für die letzten Monate, die für alle eine extreme Belastung darstellten. „Mit großem Engagement sorgen sie dafür, dass die Vereinigte Volksbank in dieser schwierigen Zeit unseren Mitgliedern und Kunden zur Seite steht. Nur gemeinsam sind wir stark und überwinden die Herausforderungen, die die Corona-Pandemie an uns alle stellt.“

Auch Birger Kriwet, Mitglied des Vorstandes, betonte in seinem Video, dass er die Vertreterinnen und Vertreter sehr gerne in der Stadthalle Brakel willkommen geheißen hätte und stellte das Thema des Jahres 2020 vor: COVID-19 und die Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Vereinigten Volksbank und den Umgang mit dieser ganz besonderen Ausnahmesituation.

„Diese Situation muss in die Zukunft gestaltet werden. Wir sehen uns durch viele Gespräche gefordert, Lösungen zu finden, wie sich Unternehmen aufstellen können, wie aktuell und in Zukunft die Liquidität gesichert werden kann und wie gleichzeitig auch zielgerichtet Investitionen zu tätigen sind. Wir fühlen uns gefordert, all unsere Kundinnen und Kunden in dieser Situation zu begleiten und sie und uns bestmöglich für die Zukunft aufzustellen.“

Auch die Kapitalmärkte hat die Corona-Situation in diesem Jahr stark beeinflusst. Im März gab es extreme Verwerfungen an den Kapitalmärkten, ab April erfolgte die Gegenbewegung zurück auf Vorkrisenniveau. Die Rettungs- und Stützungsmaßnahmen sowohl der Regierung als auch der Zentralbanken waren hierfür besonders wichtig.

Die Zinssituation ist unverändert – es herrscht ein absolutes Niedrigzinsniveau. Dies hat gleichzeitig zur Folge, dass der Kauf und Bau von privaten Immobilien, aber auch von Renditeobjekten weiterhin gefragt ist. Zudem steigen die gewerblichen Investitionen. Gleichzeitig befinden wir uns in der Situation, dass wir auf der Einlagenseite einen hohen Mittelzufluss haben, bei dem wir auf der Beratungsseite gefordert sind, um den realen Vermögensverlust auszugleichen. Dort ist es wichtig, die Themen Vermögensstrukturierung, Aufbau und breite Streuung zu kommunizieren, um einen Kontrapunkt in Form einer ausgewogenen Vermögensstruktur zu setzen.

 

Ein weiteres Thema für das Jahr 2020 ist das Hausbankmodell, in dem wir unseren Kundinnen und Kunden einen neuen Service anbieten, der die Beratungsqualität noch weiter stärkt, treue Kunden belohnt und die Mitgliedschaft erlebbar macht. Alle privaten und geschäftlichen Girokonten nehmen automatisch teil. Unser breites Produktangebot teilt sich in Bedarfsfelder auf, die als Puzzleteil im Finanzhaus dargestellt werden. Je mehr Produkte genutzt werden, desto mehr Treuesterne gibt es, um höhere Vorteile (Rückvergütung) zu erzielen.

Die Crowdfunding-Plattform ist im Jahr 2020 als Plattform für Corona-Hilfsprojekte genutzt worden. Sie ist mittlerweile fest etabliert und hilft, größere Projekte im kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereich zu fördern. Sie fordert z.B. die Vereinsmitglieder sowie andere interessierte Menschen auf, sich finanziell zu beteiligen.

Der schon auf der letzten Vertreterversammlung angekündigte Regionaldialog zwischen VertreterInnen einerseits und Vorstand sowie MitarbeiterInnen unserer Bank andererseits wurde unter strenger Einhaltung der Schutzmaßnahmen in diesem Jahr erstmalig in Borgentreich durchgeführt. Es fanden rege Diskussionen zu vielen Fragestellungen statt, die die Bank beschäftigen, aber auch sehr stark zu regionalen Themen. Daraus entstand eine kleine Arbeitsgruppe, die die Themen filtert und ein oder zwei Maßnahmen in eine konkrete Umsetzung bringen soll. Dieser Dialog wird auch in anderen Regionalmärkten fortgesetzt.

Sascha Hofmann, der Generalbevollmächtigte unserer Bank, bedankte sich für das Interesse an der diesjährigen Vertreterversammlung und nahm die Gelegenheit wahr, sich persönlich als zukünftiges Mitglied  des Vorstands vorzustellen. Er gliederte seine erste Zeit bei der Vereinigten Volksbank in drei Phasen.

Die erste Phase bestand aus Ankommen, Kennenlernen und Projektstarts. Dann folgte Corona als zweite Phase. Während dieser Zeit ist und wird bei allen Maßnahmen das Wohl der Mitglieder und KundInnen sowie der MitarbeiterInnen in den Vordergrund gestellt. Phase drei sind die zukünftigen Ziele für die Bank, wobei im Vordergrund der Bemühungen immer die Mitglieder und KundInnen stehen. Dadurch grenzt sich die Vereinigte Volksbank zu anderen Banken ab und möchte für KundInnen relevant werden und bleiben. „Wir übernehmen Verantwortung in der Region und für nachfolgende Generationen. Das bedeutet auch für uns, dass wir uns in angemessenem Maße nachhaltig aufstellen. Ökologische und soziale Aspekte zusammen mit einer nachhaltigen Unternehmensführung stehen im Vordergrund. Dafür ist eine angemessene wirtschaftliche Stärke erforderlich. Das bedeutet, den erfolgreichen Weg mit den KollegInnen fortzusetzen, um für alle einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen.“

 

Neues brachte auch die Wahl des Aufsichtsrates: Neben der Wiederwahl von Jörg Middeke und Wilfried Riepe, die für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stehen, wurden fünf neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt:      

Martina Brenneke Brakel-Gehrden Fachwirtin für kfm. Geschäftsführung
Margit Hachmann Warburg Bankkauffrau
Helmut Kokenbrink Steinheim-Rolfzen Geschäftsführer
Andreas Mönks
Marienmünster-Kollerbeck Vertriebsmitarbeiter
Walter Rieks Nieheim Dipl.-Kfm., Geschäftsführer

 

Neben den neu und wiedergewählten Mitgliedern unseres Aufsichtsrates wurde auch der Beirat mit mehrheitlicher Zustimmung für weitere drei Jahre bestätigt bzw. wiedergewählt.

 

Wir bedanken uns bei allen Vertreterinnen und Vertretern für die zahlreiche Teilnahme an unserer digitalen Vertreterversammlung und die vielen positiven Rückmeldungen.

Diese Durchführungsart ist nicht unsere präferierte Form der Vertreterversammlung, denn für uns steht weiterhin die Nähe zu unseren VertreterInnen, Mitgliedern und KundInnen an erster Stelle.

 

In diesem Sinne: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!